„Was Arbeit erzählt … Erinnern an verflochtene Geschichten einer pluralen Gesellschaft“

Diskussionsveranstaltung „Arbeit und Erinnern“

Die Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein im Stiftungsverbund mit den Landesstiftungen Hamburg und Hessen sowie der Bundesstiftung in Kooperation mit dem Schifffahrtsmuseum Flensburg veranstalten einen gemeinsamen Diskussionsabend.

Wann? 12.11.2026, 19-21 Uhr
Wo? Schifffahrtsmuseum Flensburg

Über das Thema

Die Gesellschaft ist so vielfältig wie die Menschen, die in ihr leben. Dabei spielt Arbeit als Erfahrung im Leben vieler Menschen eine entscheidende Rolle, wenn auch auf sehr unterschiedliche Weise.

Arbeit steht oft im Mittelpunkt des eigenen Alltags und der Familienbiographien und hat die deutsche Geschichte geprägt. Gleichzeitig hat die Geschichte der Arbeit viele Gesichter, z. B. Lohnarbeit, Care-Arbeit, Zwangsarbeit oder die spezifischen Arbeitsbiographien in der DDR. Diese Geschichten sind miteinander verflochten und prägen das Gedächtnis unserer Gesellschaft in hohem Maße.

Für den demokratischen Zusammenhalt ist die Wahrnehmung dieser Pluralität relevant. Mit der Veranstaltungsreihe soll die Geschichts- und Erinnerungskultur um verschiedene historische Erfahrungen erweitert werden. Es wird aus unterschiedlichen Perspektiven gefragt, welche Geschichten von Arbeit in der Gesellschaft erzählt werden und wie sie erinnert werden können, um ihr demokratieverstärkendes Potenzial zu diskutieren.

Zum Programm

Die Gäste geben jeweils einen Input zum Thema Arbeit & Erinnern aus ihrer spezifischen Perspektive. Anschließend vertiefen alle Teilnehmenden an Thementischen mit den Referent*innen die Gedanken und Ideen in kleiner Runde, bevor die Erfahrungen im Plenum gebündelt werden.

Über die Gäste

  • Charlotte Haugg – Mitarbeiterin in der KZ-Gedenkstätte Husum-Schwesing – spricht über Zwangsarbeit in der KZ-Gedenkstätte Husum-Schwesing 
  • Nelo Schmalen – Initiative Postkolonialer Stadtrundgang Flensburg – spricht zur deutsch-dänischen Kolonialgeschichte im Norden Schleswig-Holsteins und zum Prozess um ein gegenkoloniales Denkmal in Flensburg. 
  • Ute Diez – Bildende Künstlerin – spricht über das Aufwachsen und die Rolle von Arbeit in der DDR 

Durch den Abend führt Gün Tank (Autorin, Moderation, Rednerin und Kuratorin).

Die Anmeldung erfolgt online. Spontane Besuche sind bei freien Kapazitäten möglich.