Ein digitales Archiv zu Anton Willhelm Amo und Schwarzer Geschichte
Eine neue, digitale Sammlung dokumentiert, wie Schwarze, afrodiasporische, postkoloniale und solidarische Initiativen über viele Jahre hinweg dafür gearbeitet haben, Schwarze Geschichte im öffentlichen Raum sichtbar zu machen. Die Audioaufnahmen führen durch sechs Städte und bringen Menschen, Sprachen, Zeiten und Wissensformen miteinander ins Gespräch.
Zu hören sind Menschen aus Wissenschaft, Aktivismus, Kunst, Nachbarschaft, Bildungsarbeit und Community-Kontexten. Sie sprechen über historische Quellen, heutige Erinnerungsorte, politische Kämpfe, künstlerische Zugänge und persönliche Bezüge zu Amos Erbe.
Die Sammlung verbindet die Geschichte Anton Wilhelm Amos mit größeren Fragen nach Kolonialismus, Schwarzer deutscher Geschichte und Erinnerungskultur.
Ein Blick über Flensburg hinaus
Die Auseinandersetzung mit Anton Wilhelm Amo eröffnet auch für unsere Arbeit in Flensburg wichtige Perspektiven. Sie regt dazu an, Erinnerung nicht als eine einzige, abgeschlossene Geschichte zu verstehen, sondern nach Multiperspektivität zu fragen: Wer erinnert? Wer wird erinnert? Wer entscheidet, welche Geschichten erzählt werden und welche nicht?
Die digitale Sammlung stellt unterschiedliche Materialien und Erinnerungsorte zur Verfügung. Sie kann als Ausgangspunkt für Auseinandersetzungen mit kolonialen Bezügen und Schwarzer Geschichte, als erster Zugang zu Anton Wilhelm Amo, als Begleitung für einen Rundgang vor Ort, als digitales Archiv oder als Ausgangspunkt für eigene Forschung, Bildungsarbeit und Gespräche genutzt werden.
Die Beiträge sind auf Deutsch und Englisch zugänglich und verbinden lokale, diasporische und transnationale Perspektiven.
Mehr zur Sammlung und zu den Erinnerungsorten findet sich hier: antonwilhelmamoerbschaft.de
